Dampfbad
Dampfbad

Das Dampfbad - Schwitzen mit dem kleinen Unterschied


Eines gleich vorweg: Ist die Rede vom Dampfbad, dann sprechen wir nicht von der klassischen Sauna. Selbst wenn es in der Sauna spätestens beim Aufguss auch mal so richtig dampft, hat das nichts mit einem Dampfbad zu tun. 

Schwitzen kann jeder in beiden Formen, entweder in der Sauna oder im Dampfbad. Allerdings gibt es hier funktionale Unterschiede, die sich auch auf das Empfinden der beiden Formen des Schwitzens auswirken.


In der Sauna herrscht eine verhältnismäßig große Wärme mit hohen Temperaturen aber vergleichsweise geringer Luftfeuchtigkeit. Außer bei den Aufgüssen liegt hier die relative Luftfeuchte etwa zwischen 2 bis 60 Prozent. Die geringste Luftfeuchte herrscht unter der Decke, die höchste im Fußraum. Auf mittlerer Höhe beträgt die Luftfeuchtigkeit etwa 15 Prozent. In der Sauna schwitzen wir also in erster Linie wegen der hohe Temperaturen.


Auch im Dampfbad ist es nicht gerade kühl. Allerdings werden hier die Raumtemperaturen nur bei etwa 50 Grad Celsius gehalten. Im Unterschied zur Sauna wird hier die Luftfeuchte so reguliert, dass sie als übersättigt erscheint und sich selbst in der Luft feine Wassertröpfchen bilden. Ein Klima, wie man sich es in etwa im Dschungel vorstellt. Hier wird in erster Linie wegen der hohen Luftfeuchte bei mittlerer Hitze geschwitzt.

Die Effekte von Sauna und Dampfbad sind in etwa gleich. Die Sauna ist nur deshalb stärker vertreten, da es einfacher ist, die Luft stark zu erhitzen als sie über das Sättigungsmaß hinaus zu durchfeuchten.

Was geht ab im Dampfbad


Auf den ersten Blick funktionieren die Dampfbäder ähnlich wie die Sauna. Meist sind die Räume etwas kleiner gehalten und die Temperaturen gehen kaum über die 50 Grad hinaus. Wegen der überaus hohen Luftfeuchte werden gute Dampfbäder auch nicht aus Holz gebaut, sondern bevorzugt aus Kunststoffelementen. Das Dampfbad erkennt man schon daran, dass beim Blick durch die Tür ein eher dichter Dampf (Nebel) durch die Dampfkammer schwebt.

Wie in der Sauna auch wird eine Aufenthaltsdauer von bis zu 15 Minuten empfohlen, Experten sprechen von acht bis zwölf  Minuten Aufenthalt im Dampfbad selbst. Dann sollte, wie auch bei der Sauna, eine Abkühlphase eingelegt werden. Bis zu dreimal kann das Schwitzen in der Dampfkabine wiederholt werden.

Ob nun Sauna oder Dampfbad besser ist, muss individuell beurteilt werden. Für Leute, die keine sehr große Hitze mögen, ist das Dampfbad mit Dampf die bessere Wahl, sofern die sehr hohe Luftfeuchtigkeit vertragen wird. Wer es nicht ganz so nass mag und gut mit den Temperaturen in der Sauna klarkommt, geht weiter in die Sauna und verzichtet auf das moderne Dampfbad mit Inhalation.