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Die Schwitzhütte – Saunieren wie die alten Indianer

Die Schwitzhütte – Saunieren wie die alten Indianer

Dass Saunieren gesund und förderlich für das Wohlbefinden ist, hat sich längst in der ganzen Welt herumgesprochen. Und während die meisten Europäer die Finnische Sauna und ihre Abwandlungen als den Inbegriff der Sauna verstehen, haben einige Indianerstämme Nordamerikas schon vor hunderten Jahren ihre ganz eigene Art der Sauna für sich entdeckt. Die Schwitzhütte, im indianischen Sprachgebrauch als Inipi bezeichnet, verbindet kulturhistorische Rituale mit dem Vorgang des Schwitzens und wirkt inspirierend und reinigend zugleich. Dabei unterscheiden die Indianer bei der Inipi zwischen der äußeren und der inneren Zeremonie.

 

Die äußere Zeremonie

Schon der Aufbau der indianischen Schwitzhütte folgt zeremoniellen Regeln, die erst einmal nur wenig mit der klassischen Sauna zu tun haben. Den genauen Ablauf bestimmt der Ritualleiter, der letztlich auch festlegt, wer in der Schwitzhütte welchen Platz einnehmen darf.

Schwitzhütte Indianer

Bevor das jedoch geschieht, muss erst einmal für die richtige Hitze in der Schwitzhütte gesorgt werden. Dafür werden Steine auf einem Schichtfeuer außerhalb der Schwitzhütte mit viel Holz erhitzt. Gebraucht werden etwa 40 Steine, die etwas über faustgroß sein sollten Entsprechend gehören zur Zeremonie auch schon das Sammeln von Holz und passender Steine, das Aufschichten des Feuers und das Entzünden. Dafür gibt es den Feuermann, der genau auf die Einhaltung der Regeln achtet. Die anderen Anwesenden unterstützen ihn dabei durch Gebete, Gesang und rhythmische Trommelklänge.

Wenn die Steine glühend heiß sind, werden sie vom Feuermann vor den Eingang der Schwitzhütte gebracht. Allein das ist schon eine schweißtreibende Zeremonie, die hervorragend auf die innere Zeremonie einstimmt.

 

Die innere Zeremonie

Von der äußeren zur inneren Zeremonie gibt es einen Übergang, der zunächst mit dem Reinigungsritual beginnt. Dazu wird die Schwitzhütte mit Kräutern beräuchert.  Dann führt der Ritualleiter die entkleideten Anwesenden in die Schwitzhütte und weist ihnen die Plätze zu. Der Feuermann übergibt am Eingang der Hütte die heißen Steine dem Ritualleiter, der diese in das mittige Erdloch legt. Dann wird die Hütte verschlossen. Über die Steine wird Wasser gegossen, so dass diese optimal ihre Hitze abgeben können und die Luftfeuchtigkeit steigt. Häufig werden die Steine vorher mit Salbei bestreut. Diese Zeremonie wird wieder mit Gesang, trommeln und beten begleitet.

Abgehalten wird die gesamte Zeremonie in vier Phasen, die jeweils einem bestimmten Thema gewidmet sind. Dazu können die Teilnehmer während des Schwitzens ihre persönlichen Gedanken und Wünsche austauschen.

 

Der Aufbau der Schwitzhütte

Traditionell kann die Schwitzhütte aus Lehm, Holz, Erde oder Weidenzweigen mit Fellbespannung bestehen. Die Stämme hatten hier unterschiedliche Vorlieben. Am einfachsten ist sicherlich der Aufbau der Schwitzhütte aus gebogenen Weidenzweigen, die heute auch mit dicken Decken oder festen Stoffbahnen belegt werden können.

Für die Familie werden die Weiden- oder Haselnussruten in 12 Erdlöcher gesteckt, kuppelförmig gebogen und mit vier Ringen verbunden. Sowohl die Erdlöcher als auch die Ringe stehen für bestimmte rituelle Bedeutungen. Der Eingang der Hütte kann nach Westen oder Osten zeigen. An das Kuppeldach werden 104 Tabaksäckchen aufgehangen, in der Mitte muss ein Erdloch für die heißen Steine gegraben werden. Der Aushub wird etwa sechs Schritte vor dem Eingang als Altar aufgeschichtet.

 

Die Schwitzhütte entdecken

Neben diesen Grundregeln gibt es noch weitere Feinheiten, die aber nur für Leute interessant sind, die das Inipi-Schwitzen streng nach der Tradition der Indianer durchführen wollen. Für das erste Entdecken der Schwitzhütte sollten diese Anregungen ausreichend sein.

Ansonsten sind hier dieselben gesundheitlichen Regeln wie bei der Finnischen Sauna zu beachten. Das gilt insbesondere für Kinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Herz-Kreislauf-Beschwerden und für ältere Menschen.

Eine besondere Erfahrung ist die Schwitzhütte aber allemal, da hier neben dem eigentlichen Effekt der Schwitzens eben auch noch bestimmte Rituale den gesamten Ablauf prägen und ihm eine mystische Wirkung verleihen.

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