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Saunakulturen

Alles begann mit einem offenen Feuerplatz in einem geschlossenen Raum, in dem die Menschen begannen zu Schwitzen und sich dabei wohlfühlten. Der Siegeszug der Sauna begann schon vor vielen Jahrhunderten und entwickelte sich in unterschiedlichen Länder zu ganz eigenen Saunakulturen. Eines hat das Saunieren in jedem Land dieser Erde allerdings gemeinsam. Es dient immer der Reinigung des Körpers und des Geistes, der körperlichen Erbauung, der Gesundheitsförderung, der Verbesserung des Wohlbefindens und der Stärkung der Abwehrkräfte. Die Rituale mit denen das Saunieren durchgeführt wird, können allerdings meist unterschiedlicher nicht sein.

Die Deutschen – Nachahmer in Sachen Saunakult

Die Saunakulturen der Deutschen und ihrer deutschsprachigen Nachbarn sind in der Auswahl der Saunaart recht flexibel. Ob feuchte Sauna, Dampfbad, Biosauna, russische Banja, Hamam, Textilsauna oder traditionelle finnische Sauna, alles wird ausprobiert. Je exotischer ein Saunakult, desto beliebter ist er im deutschsprachigen Raum. Insbesondere der Aufguss, der von einem Zeremonienmeister durchgeführt wird, ist ein Ereignis. Der dabei entstehende aromatisierte Wasserdampf wird rituell mit einem sogenannten Wachteltuch in der gesamten Saunakabine verteilt.

Skandinavien – zurück zur Natur

Die traditionelle finnische Sauna gilt als Urmutter des modernen Saunierens. Denn hier wird die freie Natur noch voll genutzt, um bestimmte Teilbereiche des Saunierens zu erfüllen. Während in anderen Ländern die Saunafreunde sich unter die Dusche stellen, um sich abzukühlen, wagt man in Skandinavien noch den Sprung in eiskalte Flüsse, Seen oder Eislöcher.  Die Abkühlphasen finden also grundsätzlich in der frischen Luft statt, was den sehr gesunden Effekt der Abhärtung zur Folge hat. Die traditionelle Sauna in Finnland ist als Rauchsauna angelegt. Zusätze im Aufgusswasser sind traditionell in der finnischen Variante eher untypisch.

Auch das Saunieren in Skandinavien bietet natürlich eine Besonderheit: die Anwendung der „Vasta“ oder „Vihta“. Dabei handelt es sich um eine Art Peitsche aus zusammengebundenen Birkenzweigen, mit denen der Körper als Hautmassage bearbeitet wird.  Gewedelt, wie es die feuchte Sauna im deutschen Sprachraum mittels Wacheltuch vormacht, wird hier allerdings nicht. Die schwedische Sauna sowie die finnische benötigen keinen Zeremonienmeister, denn hier ist der Herr der Holzkelle der Chef in der Sauna.

Russland – Zaren, weite Landschaft und Saunakult

Schon zu Zeiten der Zaren hatte Saunieren eine große Bedeutung. Die russische Banja war nämlich schon immer der Treffpunkt von Politikern und Geschäftsleuten. In Russland wird in der Regel nach Geschlechtern getrennt sauniert und auch das Abschlagen mit Büscheln aus Birkenzweigen zur Verbesserung der Blutzirkulation ist hier sehr beliebt.

Nicht überall sind nackte Tatsachen gefragt

In vielen Ländern ist unbekleidetes Saunieren und gemischtes Saunieren nicht üblich oder gestattet. Während die schwedische Sauna wie alle skandinavischen Saunen die Freiheit der nackten Haut unterstützen, geht man in ein Hamam, dass einen moslemischen Hintergrund besitzt, zumindest in Badekleidung zu Werke.

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