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Die vier wichtigsten Fragen für Ihren Saunabesuch

Die vier wichtigsten Fragen für Ihren Saunabesuch

Wir geben Ihnen einen schnellen Überblick über die vier wichtigsten Aspekte des Saunagangs.

1. Warum darf ich in der Sauna nicht angekleidet sein?

Finnland gilt als das Mutterland der Sauna. Hier gehen ganze Familien in die Sauna und schwitzen dort ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden zuliebe. Außerhalb des Familienverbandes wird nach Geschlechtern getrennt sauniert. Dies ist in Deutschland nicht der Fall, hier gibt es einige Saunen, in denen Männer und Frauen gemeinsam schwitzen. Dann ist ein Handtuch erlaubt. Doch generell sollte besser nackt sauniert werden. Der Grund dafür ist, dass die Wärme ohne Hindernisse direkt an die Haut gelangen soll. Außerdem soll der Schweiß ungehindert verdunsten können – beides Dinge, die mit Kleidung nicht so gut funktionieren. Außerdem ist es nicht gerade angenehm, im Badeanzug zu schwitzen – das Problem kennt sicherlich jeder aus den Sommermonaten.
Die Bräuche sind allerdings verschieden und es gibt einige Länder, in denen nur in Badebekleidung sauniert werden darf.

2. Soll ich nach der Sauna lieber kalt oder warm duschen?

Abkühlen nach der Sauna
Um den Saunagang abzurunden, ist es wichtig sich ordentlich abzukühlen. Ein Eimer kaltes Wassers hilft.

Das Schwitzen in der Sauna wird üblicherweise mit einer kalten Luft- oder Wasserdusche beendet. Und wer das nicht mag?
Die Abkühlung gehört eigentlich immer zum Saunieren dazu, dies ist eine uralte Tradition. Es geht darum, dass die Abkühlung des Körpers möglichst rasch erreicht wird, er soll sich keinesfalls weiter erwärmen können. Dazu kommt, dass die Abkühlung durch Wasser oder Luft von den meisten Menschen als durchaus angenehm empfunden wird. Außerdem hat das Abkühlen eine medizinische Bedeutung, denn hiermit wird dem sogenannten Orthostaseeffekt vorgebeugt, bei dem das Blut in die untere Körperhälfte absackt, was zu Übelkeit und Schwindel führen kann.
Ist der Körper abgehärtet, so reagiert er auf den Kältereiz nach dem Schwitzen weniger empfindlich. Die gesamte Körperabwehr wird gestärkt, wie auch neuere Studien wieder einmal belegt haben.
Durch die kalte Dusche verengen sich die Blutgefäße, was zu einer Stabilisierung des Kreislaufs führt und zu einer besseren Abhärtung.
Diese Punkte bewirken, dass die Warmdusche nach dem Schwitzen ein Fehler sein könnte. Wer mag, darf jedoch ein warmes Fußbad nach der Abkühlung nehmen, dies steht den positiven Effekten der kalten Dusche nicht entgegen.
Eine warme Dusche kann sogar zum Kreislaufversagen führen, wenn die oben beschriebene Orthostasereaktion eintritt.

3. Darf ich in der Sauna trinken?

Die Sauna ist mit einem hohen Flüssigkeitsverlust des Körpers verbunden. Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt aber dennoch, das Trinken bis auf die Zeit nach der Sauna zu verschieben oder wenigstens bis zum letzten Saunagang damit zu warten.
Der Grund ist, dass im Blut Elektrolyte in bestimmter Konzentration gelöst sind. Der Körper ist außerdem darauf eingestellt, seine Temperatur zu halten – damit dies möglich ist, leitet er den Schwitzvorgang ein, wenn die Kerntemperatur droht, erhöht zu werden. Durch ein Hormon – Adiuretin – in der Hypophyse wird der Körper angeregt, die Wasserausscheidung über die Nieren einzuschränken, wenn das Schwitzen zu stark wird. Die Konzentration der Elektrolyte im Blut kann somit nicht weiter ansteigen.
Bei starkem Schwitzen wird überdies Gewebsflüssigkeit aus dem Bereich zwischen den Zellen in die

Trinken ist natürlich sehr wichtig. Trinken Sie aber lieber vor und nach dem Saunagang. Die Trinkflasche selber bleibt während des Saunagangs draußen.
Trinken ist natürlich sehr wichtig. Trinken Sie aber lieber vor und nach dem Saunagang. Die Trinkflasche selber bleibt während des Saunagangs draußen.

Blutbahn geführt, damit steigt die Konzentration der Elektrolyte ebenfalls nicht weiter an. Der erhöhte Flüssigkeitsstrom, der nun in das Blut gelenkt wird, bewirkt das gewünschte Entschlacken des Körpers.
Würde nun während des Saunagangs reichlich getrunken werden, so würde der beschriebene Prozess des „Spülens“ des Körpers nicht eingeleitet werden. Der Körper würde für die Schweißbildung lediglich die Flüssigkeit nutzen, die im Blut enthalten ist.
Gesunde Menschen müssen keine Flüssigkeit aufnehmen, um in der Sauna durchzuhalten. Eine Ausnahme stellen Nierenkranke dar – doch diese sollten ihr Vorhaben ohnehin mit dem behandelnden Arzt besprechen.

4. Schadet die heiße Luft meinen Atemwegen?

Die Luft, die in der Sauna eingeatmet wird, beträgt zwischen 70 und 90 °C. Der Körper kommt mit diesen Temperaturen aber gut klar.
Die menschlichen Atemwege beginnen in der Nase bzw. im Mund und gehen über den Rachen bis in die Luftröhre. Von hier aus geht die Luft weiter in die Lunge und in die Bronchien. Sie gelangt über immer kleinere Verästelungen bis in die Alveolen, in deren Wänden Sauerstoff und Kohlendioxid getauscht werden.
Der Körper ist immer bestrebt, die Atemluft der Körpertemperatur anzupassen. Dies ist unabhängig davon der Fall, ob es sich um kalte oder warme Luft handelt, die eingeatmet wird. Die Schleimhäute sind dafür mit Drüsen und Blutgefäßen bestückt. Die Drüsen befeuchten die Luft, die an ihnen vorbei streicht, das Blutgefäßnetz erwärmt die Luft bzw. kühlt diese ab. Dies ist natürlich auch beim Atmen in der Sauna der Fall. Die Schleimhäute sind hier deutlich besser durchblutet, die Wärme, die in den Körper gelangt, wird in die kühleren Körperregionen abgeführt.
In der Nase wird deutlich mehr Schleim produziert, was ebenfalls gewinnbringend für die Abkühlung der Atemluft in der Sauna ist.

Der Körper ist durch die Temperaturunterschiede und die heiße Luft in der Sauna dazu angehalten, sich anzupassen. Damit wird das gesamte Immunsystem deutlich besser trainiert.
Liegen Erkrankungen der Atemwege vor, so sollte vor dem ersten Saunagang ein Arzt konsultiert werden. Gerade Menschen, die eine chronische Bronchitis oder Asthma haben, sollte nicht ohne Weiteres die Sauna aufsuchen. Studien haben aber gezeigt, dass die Wärme durchaus dazu geeignet ist, die Probleme zu verringern. So entspannt sich durch den Temperaturreiz die Muskulatur der Bronchien, außerdem liegt eine krampflösende Wirkung vor. Asthmatiker berichten sogar von einer dauerhaften Verbesserung ihrer Atmung. Anfälle durch den Besuch der Sauna sind bislang nicht bekannt. Allerdings sollten Sie nach dem ersten Saunabesuch einige Zeit warten, ehe Sie erneut zum Schwitzen gehen. Damit lassen sich eventuelle negative Auswirkungen besser abschätzen. Zu erwarten sind sie indes nicht.

Gesundheit und Wohlbefinden gehen Hand in Hand. Lauschen Sie kurz der Musik und träumen Sie vom nächsten Saunabesuch.

Ich habe noch weitere Fragen…

Lesen Sie sich doch einfach noch ein wenig durch unseren Sauna Blog 🙂

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