Eigene Sauna bauen - das ist zu beachten

Viele Haus- und Grundstücksbesitzer möchten gern ihre eingene Sauna selber bauen. Dazu werden entweder Bausätze für die Sauna oder ausgesuchte Rohmaterialien verwendet. Ziel des Eigenbaus der Sauna ist vor allem das Einsparen von Kosten aber auch das Umsetzen von ganz individuellen Vorstellungen der künftigen Sauna.

Die Ansprüche an den Platzbedarf für die Sauna sind dabei sehr vielseitig. Zum einen ist zu berücksichtigen, für wieviele gleichzeitige Nutzer eine Sauna errichtet werden soll. Während eine Kleinsauna für eine bis zwei Personen ohne zusätzlichen Abkühlraum und Ruheraum und unter Verzicht auf Tauchbecken, Umkleideraum und Vorraum nur sehr wenige Quadratmeter Platz einnimmt, braucht die große Sauna mit allen dazugehörenden zusätzlichen Räumen und Einrichtungen schon etwas mehr Platz.

Eine Grundentscheidung wird auch dort getroffen, wo über den Aufstellort der Sauna entschieden wird. Soll diese in die Räumlichkeiten des Hauses integriert werden oder vielleicht doch als separates Häuschen auf dem Freigelände entstehen? Wichtige Fragen, die sich auch auf die Bauweise der Sauna auswirken.

Geeignete Materialien für den eigenen Saunabau

Grundsätzlich besteht die Sauna im Innenbereich aus einem wasserdicht gefliesten Boden,

Neben den richtigen Materialien ist ein Saunaofen das Herzstück Ihrer Sauna

eventuell mit Bodenablauf und in jedem Fall mit ausreichend hohem Übergang zum Innenwandbereich. Ein Betonboden aber auch ein gefliester Boden werden generell mit Holzgitterrosten oder Holzfliesen abgedeckt, die regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden müssen. Die Wandvertäfelung selbst besteht bekanntermaßen aus Holz. Zu bedenken ist, dass hier nicht alle Hölzer gleichermaßen geeignet sind.

Vorteilhaft für den Saunabau haben sich Nordische Fichte oder Tanne, Hemlockholz sowie andere harzfreie Hölzer aus guter Produktion und Verarbeitung bewährt. Wichtig ist, dass die Hölzer im Saunabau so verarbeitet werden, dass sie möglichst verzugsfrei montiert werden. Entsprechende Stärken der Bohlen und Bretter sind zu beachten. Für den Saunabau nicht geeignet sind saugende Materialien wie Porenbeton, Leichtbausteine, Gipskarton- und andere Faserverbundplatten, geleimte Hölzer oder sogenanntes Tränkholz. Hier muss sich vor dem Kauf gründlich informiert werden.

Hinter der inneren Verblendung, die mit einer Hinterlüftung versehen sein sollte, folgt die von der Sperrschicht abgeschlossene Dämmung. Als Sperrschicht geeignet sind insbesondere Aluminium- und Kupferfolie, die hier als Dampfsperre zur Isolationsschicht aufgebracht werden. Die Wärmedämmung selbst kann aus allen handelsüblichen Isolierstoffen bestehen, die hitzeresistent, nicht brennbar, nicht gasend und geruchsfrei sind. Bei Saunen im Innenbereich ist eine Außenverschalung nicht zwingend erforderlich, im Freibereich sollte die Sauna auch nach außen möglichst mit statisch unbedenklichen Verkleidungen etwa aus geeigneten Hölzern in entsprechender Stärke versehen sein.

Achtung: Die Decke der Sauna sollte diffusionsoffen ausgeführt werden, da es sonst zur Schwitzwasserbildung kommt. Hier kann eine entsprechend geeignet Diffusionsfolie eingearbeitet werden. Ansonsten ist auch nach oben auf eine entsprechende Wärmedämmung zu achten.

Außenfenster sollten aus energetischer Sicht in den Schwitzraum selbst nicht eingearbeitet werden. Ein Kontrollfenster befindet sich lediglich in der Saunatür, die ebenfalls aus Holz besteht, mit einem Holzgriff ausgestattet ist und nach außen öffnet. Verschlusssysteme sind für eine Tür am Schwitzraum nicht statthaft.

Richtige Be- und Entlüftung

Ausschlaggebend für das richtige Klima im Schwitzraum und für die reibungslose Funktion der Saunaheizung ist die korrekte Anordnung der Be- und Entlüftungsöffnung. Die Belüftung erfolgt über eine hinter dem Saunaofen leicht über Bodenhöhe eingebrachte Öffnung mit ausreichender Größe und der Möglichkeit Frischluft zuzuführen. Die Entlüftungsöffnung befindet sich in etwa auf Höhe der oberen Sitzreihe und sollte ebenfalls eine direkte Abführung verbrauchter Luft nach außen ermöglichen. Dabei liegen beide Öffnung an den gegenüberliegenden Wänden der Schwitzkabine.

Zur empfohlenen Dimension der Be- und Entlüftungsöffnungen finden Sie hilfreiche Informationen, die sich an der Größe des Schwitzraumes genauso orientieren, wie an der Leistung der unterschiedlichen Saunaöfen.

Ohne die korrekte Be- und Entlüftung funktioniert die Sauna nicht richtig und es können sich neben Fäulnis und Schimmel im Saunabereich auch gesundheitliche Gefährdungen für die Saunabesucher ergeben, die vor allem auf einen Sauerstoffmangel zurückzuführen sind.

Ausstattungen der Sauna

Der Saunaofen selbst ist natürlich die wichtigste Ausstattung in der Sauna. Empfohlen wird, den Saunaofen je nach Gestaltung der Sauna in einer Ecke aufzustellen. So kann sich die Wärme im Raum am gleichmäßigsten verteilen. In der Nähe des Ofens sollen keine Wandverkleidungen aus Fliesen, Metall oder ähnlichen Materialien angebracht werden, da diese die einseitige Wärmeabstrahlung unangenehm erhöhen. Für den Schutz der Besucher vor versehentlichen Berührungen mit dem heißen Saunaofen ist ein Gitter aus Holz empfehlenswert. Im Außenbereich der Sauna an der Außenwand wird die Saunasteuerung angebracht wodurch die Regelung des Ofens erfolgt.

Mit einer Fußwanne wärmen Sie vor einem Saunagang Ihre Füße auf.

In aller Regel werden auch für den Wasserkübel und die Saunakelle hölzerne Ausführungen bevorzugt. Auch wenn Kübel und Kellen aus Edelstahl sehr schick aussehen, können sich solche doch sehr unangenehm aufheizen. Selbiges gilt für Türgriffe und eventuelle Handläufe. Die Saunabänke selbst sind natürlich aus splitterfreiem, harzfreiem und sauber geglättetem Holz in geeigneter Beschaffenheit herzustellen. Hier können auch Holzarten wir Birke, Erle, Linde oder Pappel verarbeitet werden.

Werden Saunasteine eingesetzt, dann richtet sich die Menge nach dem Gesamtvolumen der Sauna und natürlich nach den Möglichkeiten der Steinaufnahme des jeweiligen Ofens. Bei Saunasteinen ist selbstredend auf geeignete Materialien zu achten. Empfohlen werden Diorite, Granite, Basaltsteine und Gneise. Andere Materialien sind her ungeeignet.

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